Muskelwachstum, Weightgainer anstatt BCAAs?

Um den definierten muskulösen Look zu bekommen und dabei Muskeln bestmöglich zu erhalten nutzen viele von uns BCAAs als Supplementierung. Logischerweise greifen dann viele zum typischen Weight Gainer für den Muskelzuwachs. Aber was steckt eigentlich hinter dieser Theorie, und ist ein Masseprodukt das richtige für dich?
24.11.2015

Über die Funktion der BCAAs in der Diät wurden bereits viele Artikel geschrieben. Nur hat jemand schon über die BCAAs in der Massephase nachgedacht?

Ein gutes BCAA-Produkt liefert eine hohe Menge an qualitative Aminosäureverbindungen, die unsere Muskeln sehr gut erreichen. Daher entsteht kurz gesagt der umgangssprachliche Muskelschutz. Ich selbst habe die Supplementierung von BCAAs auch die letzten Monate in meiner Massephase beibehalten und bin zu einem interessanten Ergebnis gekommen!

Anstatt die Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin 20-30 Minuten vor dem Training zu nehmen habe ich mir gedacht, dass ich den Geschmack vom Wasser während des Trainings etwas aufbessern möchte und habe BCAAs als Intraworkout genutzt.
Gerade bei längeren Einheiten wie einem schweren Beintraining mit 6 Sätzen und 4 Wiederholungen in der Kniebeuge, war ich im Regelfall schon nach der ersten Übung energielos. Klingt ja auch logisch, wenn man eine so umfassende Übung mit hoher Belastung ausreizt. In letzter Zeit ist mir aber aufgefallen, dass ich in meinen Ergänzungsübungen nach den Kniebeugen stärker wurde. Meine Leistung schien eine etwas längere Ausdauer zu bekommen und ich rechne das der Ergänzung von BCAAs während des Trainings an. Natürlich darf man keine übermenschlichen Zuwächse nur durch Aminosäuren erwarten, denn wir reden hier von einem Effekt, der dem von Kreatin ähnlich ist. Somit handelt es sich um vielleicht 1-5%, was bei jedem wohl unterschiedlich sein kann. In diesem Sinne ist das nicht das absolute Must-have, aber wer sehr genau auf seine Ernährung, Schlaf und Trainingseinheiten achtet, für den könnten solche Verbesserungen das Geld wert sein.

Zu den Weight Gainern gibt es viele verschiedene Meinungen.

Grundsätzlich sei gesagt, dass die meisten aus schnellen Kohlenhydraten, langsamen Kohlenhydraten und Whey (oder alternativen Eiweißprodukten) bestehen. Man kann es also mit einer gesunden Mahlzeit bestehend aus einer Banane, Haferflocken und Fleisch (oder wie erwähnt Proteinpulver) vergleichen. Ziel ist, möglichst viele Kalorien in einem praktischen Shake unterzubringen, um einen Kalorienüberschuss in der Ernährung zu garantieren.
Ich persönlich nutze bewusst kein Masseprodukt, was ganz einfach mit der Vorliebe zum Essen zusammenhängt. Für diejenigen, die eher Schwierigkeiten haben Masse drauf zu packen, eignet sich ein solches Produkt aber schon. Selbstverständlich ist das auch kein muss, aber der Sinn von Supplementen ist laut meiner Aussage, dass sie die Ernährung erleichtern können. Viele wollen das nicht verstehen und diskutieren viel über die ganzen Pulver von unserer Fitnessgeneration. Hier sollte man eine simple Frage stellen, ob es sich lohnt für 100 Gramm Fleisch jedes Mal die Pfanne zu erhitzen oder man in dieser Situation nicht praktisch zu einem Wheyprotein greifen sollte?

Für alle unter euch, welche das Geld für einen Weight Gainer nicht übrig haben, empfehle ich Shakes selbst zu machen.

Es empfehlen sich ein Mixer mit Wasser/Milch und:
Gefrorene Beeren
Frische Früchte
Haferflocken 
Quark

Die Mengen sind stark unterschiedlich und je nach benötigten Kalorien und Geschmack sollten diese angepasst werden. Hier geht Probieren über Studieren.

Außerdem füllen wir sowohl unsere benötigten Antioxidantien (durch die Beeren), die kurzkettigen Kohlenhydrate (durch Früchte), die langkettigen Kohlenhydrate (durch Haferflocken) und Protein (durch Quark). Geschmacklich gibt es viele Varianten in dem ihr gerade die Beeren und Früchte frei hin und her tauschen könnt.
Achtet darauf, dass gerade Vollmilch euch wesentliche Unterschiede in den Kalorien geben kann. 
Diese Lebensmittel sind nur ein Beispiel, denn Haferflocken können durch andere Flocken ersetzt werden und auch Quark ist nicht zwingend notwendig. Wichtig beim verändern des Beispiels ist, dass ihr zB. keine langkettigen Kohlenhydrate mit fettlastigen Lebensmitteln tauscht, denn gerade die Kohlenhydrate sollten der größte Teil dieses Shakes sein. Zusätzliches Fett kann mit einer extra Zutat wie Nüssen hinzugefügt werden.

Viel Spaß beim Ausprobieren und hoffentlich könnt ihr euer Training weiterhin mit meinen Tipps verbessern!

Written by Julian Kausch


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