How to: Feiertage überleben!

Die Weihnachtszeit ist für den ambitionierten Kraftathleten ein zweischneidiges Schwert. Wie können wir also Winterleckereien und Diät vereinen, ohne große Abstriche machen zu müssen?
04.12.2015

Pic: http://watchfit.com/

Hut ab, wenn du angesichts der Familienessen, Feiertage und sonstigen zahlreichen Ablenkungen Manns genug bist, um die Weihnachtszeit herum eine Diät zu durchlaufen. Das ist zweifelsohne ein hartes Unterfangen, zumal es doch so leicht ist, in der kalten Jahreszeit das langsam dahinschwindende Sixpack unter einem dicken Pullover zu begraben. Dennoch ist es ein unfassbares Gefühl, sich am 24. Dezember selber eine durchtrainierte Bauchmuskulatur zu schenken. Damit du deine Diät nicht abbrechen musst, gibt’s hier ein paar Tipps und Tricks, wie du auch zu dieser Jahreszeit Erfolge auf der Waage erzielen kannst.

Die Dosis macht das Gift

Wie bei allem im Leben gilt dieses Kredo. Bist du zu lange auf der Sonnenbank, verbrennst du dir die Haut. Nimmst du gegen die Kopfschmerzen nicht zwei, sondern zwanzig Tabletten, werden sich nicht nur die Kopfschmerzen verschlimmern. Worauf ich hinauswill: Hier und da zu naschen wird dein Endergebnis nicht dahinraffen, aber mehrere Glühweine, Lebkuchen oder Plätzchen summieren sich und ungezügeltes Genießen wird sich früher oder später rächen. Auch, wenn die Plätzchendose prall gefüllt ist, belass es bei 1-2 Stück!

Zusätzliches Cardiotraining

Mutters‘ hausgemachte Weihnachtsleckereien schmecken hervorragend, das steht außer Frage – auch für deine Hüften. Wenn du mal schwach geworden bist und bei der Weihnachtsbäckerei zugeschlagen hast, ist das kein Beinbruch, denn mit zusätzlichem Cardio kannst du deine kulinarischen Fehltritte größtenteils ausbügeln. Seien wir mal ehrlich: in der kalten Jahreszeit werden wir alle etwas träge und erwischen uns immer öfter dabei, wie wir auf dem Sofa verweilen. Ist es so anstrengend, ein kleines Cardioprogramm einzubauen?

Intensiveres Training!

Wenn du von vorneherein weißt, dass du auf Weihnachtsnaschereien nicht verzichten willst, dann nutz die zusätzlichen Kalorien, um im Training richtig Dampf zu geben. Steigere mal die Gewichte, baue die ein oder andere Extra-Wiederholung ein, absolviere ein weiteres Set – irgendwas, um die zusätzlichen Kalorien auch wirklich gewinnbringend zu nutzen!

Nachtrainingszustand ausnutzen

Ein schweres, intensives Training zerrt stark an deinen Glykogenspeichern – genau diesen Mechanismus gilt es zu unserem Vorteil zu nutzen. Nach dem Training sind deine Muskeln sehr insulinsensitiv [1] (stell dir vor, sie seien ein trockener Schwamm) und saugen sich mit den zugeführten Nährstoffen geradezu voll - was im Übrigen auch der Grund für die Existenz des klassischen Post-Workout-Shakes ist. Wenn du bereits im Voraus weißt, dass ein größeres Essen bevorsteht, könntest du theoretisch ein intensives Training vorher absolvieren und somit primär deine Muskel-, nicht Fettzellen mit Kohlenhydraten aufladen.

Sportgerecht backen

Klassische Vanillekipferl sind ein Gaumenschmaus, aber auch Gift für dein Vorhaben. Schließt Genuss denn automatisch vertretbare Nährwerte aus? Arnold Schwarzenegger müsste diese Frage unter Umständen mit „ja“ beantworten, denn in dem „goldenen Zeitalter des Bodybuildings“ hatten die Proteinplätzchen und Co. größtenteils einen neutralen Geschmack. Aber in der heutigen Zeit schmeckt ein Whey (wie beispielsweise das Iso Whey Zero) absolut fantastisch und lässt sich hervorragend als Zutat in Plätzchen verwenden. Nicht nur das: Mittlerweile gibt es etliche Zucker- oder Mehlersatzstoffe, welche dem Geschmack oder Konsistenz eurer Kreation kaum einen Abschlag verpassen, dafür aber die Kaloriendichte senken sowie den Proteingehalt erhöhen. Darüber hinaus könnt ihr euch in den sozialen Netzwerken unter Hashtags, wie #proteinplätzchen oder #proteingebäck unzählige Ideen und Anregungen einholen!

Abschließende Worte

Weihnachtszeit ist Familienzeit. Keiner von uns sollte energisch und auf Teufel-komm-raus seinen Ernährungsplan Folge leisten und an Heiligabend die Tupperdose mit Reis, Huhn und Brokkoli zum Vorschein bringen. Es muss lediglich ein Mittelweg gefunden werden, körperliche Ziele mit Festlichkeit unter einen Hut zu bringen. Aber schottet euch nicht von euren Liebsten ab, um die Diät knallhart durchzuziehen. Meine Empfehlung: Übertreibt es nicht, aber genießt hin und wieder! Weihnachten ist schließlich nur einmal im Jahr. Im Notfall hängt ihr eine weitere Woche Diät hintendran und speckt dann ab, was ihr während der besinnlichen Zeit draufgepackt habt! In diesem Sinne: Frohe Weihnachten und viel Spaß beim Naschen.

Von: Tim Gelhausen


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