Saisonnahrung im Frühling

Wie können wir die andere Hälfte der Gleichung – die Ernährung – im Frühling optimieren?

21.03.2016



So langsam bereitet es wieder Freude, beim lokalen Bauern oder auf den ländlichen Märkten frisches Obst und Gemüse einzukaufen. Der Schnee weicht so langsam und macht Platz für die Sonne, welche die ein oder andere Gemüse- oder Obstsorte mit sich bringt. Welche genau, schauen wir uns mal an!

Gemüse- und Obstsorten
Artischocken – sollten idealerweise gekauft werden, wenn sie noch geschlossen sind und sich fest und solide anfühlen. Auffällige Farbflecken auf den Artischocken sind Anzeichen dafür, dass man sie besser liegen lassen sollte. Weiterhin liefern 100g satte 26mg Magnesium und 353mg Kalium – nicht schlecht! Man kann sie gekocht oder roh verzehren und haben dazu eine verdauungsfördernde Wirkung. Definitive Kaufempfehlung.

Spinat – gilt wohl als Klassiker unter den Nährstoffbomben, vor allem Vitamin C. Spinat kann in der Regel oft gekauft werden, aber in der kommenden Zeit ist er besonders ergiebig. Wer die grüne Vitaminbombe nicht gerne pur isst, kann ein wenig Sahne unterrühren und somit Rahmspinat erzeugen – aber natürlich nicht zu viel Sahne!

Rhabarber – von vielen sehnlichst erwartet, kommt der Rhabarber in den kommenden Wochen in die Ladenlokale. Besonders beliebt ist er als Kompott. Aber Achtung: die enthaltende Oxalsäure kann für einen unangenehmen Belag auf den Zähnen sorgen, also in Maßen genießen.

Spargel – Außerhalb der Saison nur selten zu erhalten und wenn, dann nur für einen erhöhten Preis. Jeder mag wohl die Spargelspitzen in Sauce Hollandaise tunken, aber auch ohne die fetthaltige Buttersauce ist der Spargel schmackhaft und ist vor allem gesund. Die Zubereitungszeit für den weißen Spargel ist etwas höher, als für den grünen, dafür schmeckt er aber auch etwas weniger herb.

Im kommenden Sommer können wir dann wieder all die farbenfrohen Obstsorten genießen, wie beispielsweise die knallroten Erdbeeren, die unser Eis zieren werden. Bis dato müssen wir in Deutschland allerdings auf Importobst zurückgreifen. Ich persönlich empfehle besonders Mangos und Ananas, da diese vermutlich etwas seltener auf dem Teller landen. Darüber hinaus müssen wir uns jetzt so langsam aber sicher von den Nahrungsmitteln aus der Wintersaison verabschieden, wie beispielsweise Feldsalat, Grünkohl, Pastinaken, Steckrüben oder Birnen. Wer also noch ein paar Exemplare rumliegen sieht, darf und sollte zuschlagen!

Rhabarber-Kuchen Rezept
Wenn wir schon Saisonnahrung hervorheben, sollten wir uns auch ein Rezept anschauen, welches diese integriert – beispielsweise Rhabarber! (gefunden auf: chefkoch.de)

Zutaten:

  • 600g Rhabarber
  • 150g Mehl
  • 75g Stärke
  • 1-2 TL Backpulver
  • 150g Margarine
  • 150g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eigelb
  • 2 Eier

Unabgezogenen Rhabarber waschen, in 3 cm lange Stücke schneiden.
Mehl, Speisestärke und Backpulver sieben.
Geschmeidige Margarine, Zucker und Vanillinzucker schaumig rühren. 3 Eigelbe und 2 ganze Eier mit dazu rühren und esslöffelweise das Mehlgemisch unterrühren. In eine gefettete oder mit Butterbrotpapier ausgelegte, 26 cm Durchmesser, Springform füllen. Rhabarberstücke auf den Teig legen und bei 180 Grad 40 Minuten backen.

Tiefkühlware oder frisch?
Überraschenderweise steht tiefgekühlte Ware frisch-geernteten kaum nach, denn es ist genau das: Gemüse, welches unmittelbar nach der Ernte tiefgefroren wurde. Dieser Prozess ist schonend und hat kaum Einfluss auf den Vitamingehalt der Ware, deshalb kann ohne schlechtes Gewissen darauf zurückgegriffen werden – zumal die Bequemlichkeit ein großer Faktor für die Tiefkühlware ist: Verpackung aufschneiden, in die Pfanne oder den Dampfgarer und fertig! In der Regel ist kein vorheriges Waschen und Kleinschneiden notwendig. Hat man das Glück und hat einen Biobauern in der Nähe, schlägt natürlich kein frisches oder tiefgekühltes Gemüse aus dem Supermarkt lokal-angebautes, welches man beim Wachsen quasi beobachten kann. Jeder sollte sich hin und wieder wirkliches Bio-Gemüse vom Einzelhändler gönnen und den Unterschied schmecken – auch, wenn es ein, zwei Cent mehr kostet!

Abschließende Worte
Neben den zahlreichen Vorteilen sportlicher Hinsicht, bietet der Frühling auch ein paar wenige kulinarische. Zugegebenermaßen halten sich diese in Grenzen, aber dennoch sollte man diese nicht außer Acht lassen, denn die wenigen Gemüsesorten, die in nächster Zeit sprießen, sind wahre Vitaminbomben und erfreuen sich nicht nur geschmacklich großer Beliebtheit. Begeht nicht den Fehler und lasst Gemüse außen vor – nur ein gesunder Körper ist ein starker und fitter Körper!

Von Tim Gelhausen


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