Tabus für jeden Läufer

Wir wollen alle eine Vorbildfunktion erfüllen und dennoch passiert selbst dem ambitionierten Läufern unter uns hin und wieder ein peinlicher Fehler. Die größten Fehler sind in diesem Artikel für dich zusammengefasst.
23.03.2016



Alles geben,
Panik bekommen ist vorprogrammiert. Gerade vor einem Wettkampf sind Athleten besonders empfindsam. Sie bekommen Krämpfe, Schmerzen und fühlen sich plötzlich leicht krank. Trotzdem will man das abgestimmte Training voll ausreizen, aber das wirkt sich häufig negativ aus!
Mit der Routine wird man weise und die alten Hasen wissen, dass die sogenannte „Pre-Wettkampf-Panik“ völlig normal ist. Hier gilt es die Ruhe zu bewahren. Nicht umsonst hat es sich immer wieder bewährt, dass man die Woche vor dem Wettkampf sozusagen pausiert. Die Kunst liegt darin, dass man auch eine mentale Vorbereitungsphase in sein Wettkampfverlauf einbaut.

Training ausfallen lassen, bitte was?! Ganz normal für den Durchschnittsbürger, aber ein großes No-Go für den Sportler. Gerade Läufer zählen als die harten Hunde, denn trotz Wind und Wetter dreht er seine Runde. Egal ob die Jogginghose noch stinkt oder der Tag einfach zum vergessen war, die Laufrunde wird plangemäß durchgezogen. Die Profis sind sogar so weit, dass sie aktive Pausen einbauen, um effektiver am Ball zu bleiben.

Sport über Freunde stellen, sollte keiner ohne weiteres machen. Marathontraining wird zu einem einsamen Leben, aber ein Marathon geht nicht das Leben lang. Der Tunnelblick nach Erfolg sollte sich auf die wichtigen Einheiten beschränken und der Ausgleich mit sozialen Kontakten ist mindestens genauso wichtig. Denn erst im Ziel wirst du merken, dass du ganz alleine feierst, wenn du all deine Mitmenschen auf dem Weg vergessen hast.

Blut unterm Shirt, wenn das Baumwollshirt die Brustwarzen auseinander nimmt. Als Läufer ist auch bei der Wahl der Kleidung Aufmerksamkeit gefragt. Gerade Läufe über 1,5 Stunden sind nicht nur Belastung für die Muskeln, sondern auch für die Haut. Das sich bewegende T-Shirt kann sogar blutig scheuern. Regel Nummer 1 ist, dass man ein qualifiziertes Laufshirt trägt und bei Bedarf die Brustwarzen mit einem Pflaster abdeckt. Es gibt sogar ganz spezielle Pflaster für diesen Bedarf und letztlich sieht man diese auch nicht von außen, aber das Blut schon!

Neid und Konkurrenten verachten müsste verboten werden. Egal wie rum man es dreht, jeder von uns könnte das erreichen, was der Sieger schafft. Wir haben alle unseren eigenen Tagesablauf und müssen für uns herausfinden, wie wir die Prioritäten setzen. Sicher gibt es Talente da draußen, aber am Ende des Tages siegt harte Arbeit. Ausreden werden benutzt anstatt respektvoll zu gratulieren. Es bringt doch viel mehr, wenn man leistungsstärkere Athleten als Ansporn nimmt noch besser zu werden.

Schmerzmittel, Geheimwaffen und Doping. Die schwarze Seite auch im Laufsport. Das leichte Doping ist das Schmerzmittel geworden. Eine höhere Hemmschwelle durch dünneres Blut, aber gesund ist das bestimmt nicht. Viel dramatischer wird es, wenn die Wahrheit letztlich doch ans Licht kommt. Man betrügt nicht nur seine Mitstreiter, sondern am meisten sich selbst!
Medizin soll nicht genutzt werden, um mit weniger Arbeit das zu erreichen, was andere mit aller Energie geschafft haben. Beschäftige dich lieber mit der Ernährung, wenn du nach Extras zum optimieren suchst. Auch hier findet man viel Betrug auf dem Markt. Pulver, die dich über Nacht zum Superhelden machen oder dich 10 Jahre jünger machen. Das ein oder andere Supplement hat seinen Platz verdient wie zB. Energiegel oder flüssiges Magnesium. Doch im Großen und Ganzen können wir von Gummibärchen, Säften, Abnehmpulvern über vegan, Paleo oder vegetarisch nur noch ein sicher wirksames Mittel nennen. Häufig auch in der Medizin genutzt, ist es mit Abstand ein absolutes Wundermittel. Placebo ist das, was unfassbares in uns auslöst. Unser Körper kann viel mehr selbst erstellen und vollbringen, wenn wir nur daran glauben.


Habt ihr euch in diesem Artikel erkannt? Vergesst niemals, wer allen auf dem Weg den Rücken zuwendet, dem wird am Ziel das gleiche widerfahren.

Written by Julian Kausch


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