Was ist eigentlich eine Diät

Wir beschäftigen uns in diesem Artikel rund um den Begriff Diät und welche gängigen Diät-Formen es gibt. Und das wird für manche von Euch neu sein...

15.04.2016



Das Wort Diät kommt aus dem „griechischen“ und bedeutet „Lebensführung / Lebensweise“. Wie ihr jetzt schon feststellen könnt, enthält die Definition keine Aussage bezüglich abnehmen, weniger essen oder gar nichts mehr essen!

Die Diät oder auch Diätetik genannt, umfasste ursprünglich sämtliche Maßnahmen, die zur Gesunderhaltung oder Heilung eines Menschen beitragen. Und dies nicht nur auf das Körperliche bezogen, sondern auch auf das Seelische.
In der heutigen Zeit wird der Begriff mehr auf die Versorgung und Beratung von Kranken hinsichtlich einer optimierten Ernährung zur Heilung und Therapie von Krankheiten beschrieben. Zumindest im Bereich der Ernährungslehre.Als Beispiel wäre hier Diabetes mellitus und auch andere Stoffwechselstörungen zu nennen.

Unter dem Begriff Diät verstehen wir in deutschsprachigen Ländern meist bestimmte Ernährungsweisen und Kostformen, die zu einer Gewichtszunahme oder einer Gewichtsabnahme beitragen. Dagegen wird im englischsprachigen Raum unter dem Begriff Diät (diet), die tägliche Ernährungsweise eines Menschen verstanden, ganz unabhängig von krankheitsbedingten und gewichtsbedingten Kostformen. „So, how’s your diet going?“ bedeutet demnach, wie man mit seiner Ernährungsweise, die man derzeit befolgt, zurecht kommt.

Also halten wir fest: Eine Diät basiert auf einer Verminderung oder einer Vermehrung des relativen Anteils deiner Nahrungsbestandteile, sei es zu einer Veränderung des Körpergewichts oder zur unterstützenden Behandlung von Krankheiten.
Nun gebe ich euch noch eine grobe Übersicht zu den gängigsten Varianten der Low Carb und der High Carb Diät. Eine detaillierte Ausführung zu diesen und anderen Ernährungsweisen beschreibe ich in meinen zukünftigen Artikeln. Darin gehe ich dann auch näher auf die positiven und negativen Aspekte der jeweiligen Diäten ein. Bitte beachtet, dass einige Methoden in der Medizin als gesundheitsgefährdend gelten!

Low Carb
Die bekannteste und wohl meist propagierte Form ist die Low Carb Diät. Fitnessgurus und Wissenschaftler haben sich zu dieser Ernährungsweise schon oft Gedanken gemacht und sie immer wieder neu erfunden oder weiterentwickelt. Zu den Varianten gehören die...

  • LCHF – Low Carb High Fat
  • No Carb-Diät
  • Slow Carb-Diät
  • Atkins-Diät
  • Ketogene-Diät
  • Paleo-Diät / Steinzeiternährung
  • South-Beach-Diät
  • Hollywood-Diät
  • New York-Diät
  • Dukan-Diät
  • Lutz-Diät
  • Strunz-Diät
  • Glyx-Diät
  • Logi-Methode
  • Montignac-Methode

Diese Kreationen zeichnen sich durch einen sehr geringen bis gar keinen Anteil an Kohlenhydraten ab sowie einem niedrigen bis mittleren glykämischen Index und/oder einer niedrigen glykämischen Last. Proteine und Fette sind demnach die Hauptenergieträger. Leider wird nicht bei allen Diäten auf eine Zufuhr von „gesunden Fetten“ Wert gelegt.

High Carb
Eine weitere Form zum Abnehmen ist die High Carb Low Fat Diät.
Ja, es funktioniert tatsächlich, wenn du die Ratschläge von Karls Ess und Co. befolgst. Deine Kohlenhydrate werden auf circa 80% deiner Gesamtkalorienzufuhr hochgeschraubt und Proteine sowie Fette betragen meist nur noch je 10%. Leicht modifizierte und stets erlaubte Ansätze coachen Profis wie Victors Fitnessküche. Dabei wird die individuelle Gesamtkalorienzufuhr entsprechend deiner Tagesbelastung in einem Ernährungsplan bestimmt. Die verhältnismäßige geringe, jedoch ausreichende Versorgung mit Proteinen und Fetten, bleibt nahezu immer fix und die restlichen Kilokalorien werden durch die Kohlenhydratzufuhr „gesteuert“. Und diese variieren aus den empfohlenen Lebensmitteln je nach Tagesbelastung zwischen 250g und 500g (ca. 1000 – 2000 kcal).

Natürlich existieren noch weitere Diät-Varianten. Wie und ob sich diese für den Langzeitgebrauch eignen, soll jeder selbst beurteilen. Manche wurden aus einer Zeitschrift „heraus geboren“, andere bestehen aus Obst- oder Gemüsenamen und wiederum andere beinhalten den Einsatz von Abführmitteln oder kommen dem Heilfasten sehr nahe. Auch das zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Dr. Howard Hays entwickelte Konzept der Trennkost findet noch heute zahlreiche Anwender.

Meine Empfehlung, wenn es dir um eine Körpergewichtsreduktions-Diät geht:

  1. Lass dich zunächst vom Doc checken und erkläre ihm dein Vorhaben
  2. Rede vor Ort auch noch mal mit deinem Fitness-Coach
  3. Informiere dich ausreichend über deine Wunschdiät
  4. Schaue, was du für ein Typ bist: magst du eher Kohlenhydrate, Proteine, Fette... Was ist dir davon wichtig und vor allem warum?
  5. Bespreche dein Vorhaben mit deiner Partnerin / deinem Partner
  6. Wähle dann deine Diät aus
  7. Lass dein Essen nicht den Stellenwert der Ersatzbefriedigung oder des Trostpflasters einnehmen (
  8. Genieße deine Mahlzeiten in Ruhe und kaue möglichst lange
  9. Trinke ausreichend zum Essen und während des Tages
  10. Bleibe stark, falls es in den ersten Tagen nicht optimal zu laufen scheint

Und um diese kleine Verwechslung noch aus der Welt zu schaffen:
Kalorien (cal) und Kilokalorien (kcal) unterscheiden sich voneinander!

1 Kilokalorie entspricht 1000 Kalorien / (1 kcal = 1000 cal)
0,001 Kilokalorien entsprechen somit 1 Kalorie / (0,001 kcal = 1 cal)
(Beispiel: Eine mittelgroße Banane hat einen Brennwert von circa 135 kcal, ist gleich 135.000 cal)
Wenn dein Kumpel also nächstes Mal meint, dass er schon eine ganze Weile auf 2000 Kalorien runter ist, dann:

  • 1. kläre ihn bitte auf
  • 2. lächle
  • 3. oder rufe einen Krankenwagen :-)

Bis bald, bleibt gesund. Euer Criss Holiday


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