Gelenkschutz: Wie und was

„Ist das Training mit schweren Gewichten nicht total gelenkschädigend?“

18.05.2016

Fragen dieser Natur werden gerne gestellt – und man kann es auch niemandem verübeln, denn irgendwie macht es schon Sinn, oder nicht? Wie gesund kann es tatsächlich sein, wenn man Tag für Tag, Woche für Woche seinen Körper mit tausenden Kilos Gewicht belastet? Geht da nicht irgendwann mal was kaputt?

Betrachtet man einmal die Statistik, rühmt sich der Kraftsport einer niedrigen Verletzungsquote. Ein Witz gegen den heimischen Fußballverein, der nahezu wöchentlich Spieler aufgrund von Brüchen, Stauchungen oder sonstigen Wehwehchen auf die Ersatzbank schicken muss. Wer mit Köpfchen trainiert und sich nicht blind übernimmt, ist statistisch gesehen sicher unterwegs.

Dein Körper ist der Wahnsinn!
Ernsthaft. Es ist absolut erstaunlich, was der menschliche Körper jeden Tag aufs Neue bewerkstelligt. Wenn du wüsstest, was alles in deinem Muskelgewebe abgeht, während du schlichtweg eine Hantel hebst, wüsstest du, was ich meine. So schnell bringt deinem Körper nichts aus dem Ruder – und erst recht keine schweren Gewichte. Entgegen dem verbreitetem Glauben, ist schweres Heben, Drücken und Ziehen von hohen Lasten im Fitnessstudio nicht gelenkschädigend, ganz im Gegenteil: eher gelenkstärkend. Diese Aussage ist unter der Prämisse einer sauberen Ausführung der Übungen zu sehen. Lass dir nicht aufschwatzen, dass Kniebeugen schlecht für die Knie sein. Das ist nichts weiter, als eine veraltete, überholte Unwahrheit! Wenn Verletzungen auftauchen, sind diese fast immer auf unsaubere Techniken zurückzuführen. Ich frage mich, weshalb all die Powerlifter, Kraftdreikämpfer und Gewichtheber nicht reihenweise ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Regelmäßiges Dehnen und Rollen als Prophylaxe
Um schwere Lasten schmerzfrei bewegen zu können, sollte regelmäßige(!) Vorsorge getroffen werden. Dazu gehört das Benutzen einer Blackroll, die mittlerweile (Gott sei Dank!) Einzug in die meisten Haushalte gefunden hat. Mit der Rolle einfach über schmerzendes oder stark belastetes Gewebe – wie beispielsweise der untere Rücken nach dem Kreuzheben – drüber rollen, um Gewebe aufzulockern und Verklebungen zu lösen. Darüber hinaus empfehle ich eine ausgiebige Dehnroutine mindestens 4-5 Mal die Woche, die gut und gerne 15-20 Minuten dauern darf. Weiter unten findest du einen sehr ergiebigen Workshop zum Thema „Dehnen für eine bessere Kniebeuge“ in Videoformat, der dir sicher weiterhelfen wird. Darüber hinaus sollte jeder ernsthaft-ambitionierte Kraftsportler das Buch „Werde ein geschmeidiger Leopard“ Von Kelly Starrett im Bücherregal stehen haben. Hier werden korrekte Techniken zum schmerzfreien beugen, heben und drücken von schweren Lasten aufgezeigt. Weiterhin illustriert der Autor sehr genau Routinen, um die Mobilität und Beweglichkeit zu steigern. Definitiv empfehlenswert!

Supplementierung
Last, but not least: Die Nahrungsergänzungen. Als besonders wirksam haben sich die Stoffe MSM, Glucosamin und Chondroitin erwiesen. Regelmäßige Einnahme (jeden Tag!) dieser Substanzen hat in Studien einen sichtbaren Erfolg erzielt. Dabei ist anzumerken, dass die gewünschten Wirkungen erst nach einiger Zeit auftreten, also: Geduld. Ich persönlich greife zur Gelenkpflege auf Arthro Guard zurück und empfehle dir, selbiges zu tun. Die Kosten halten sich im Rahmen, wobei der Nutzen immens ist. Denk dran: Das Training im Studio ist an und für sich – und laut Statistik – bei korrekter Ausführung der Übungen ungefährlich, dennoch muss man sein Glück nicht herausfordern. Einmal unachtsam Kreuzheben ausgeführt und man liegt schnell beim Chiropraktiker. Das kann jedem einmal passieren und eine gezielte Supplementierung kann das Risiko minimieren. Besonders der Generation 40+ würde ich Arthro Guard nahelegen.

Abschließende Worte
An und für sich ist die Verletzungsgefahr beim Krafttraining überschaubar – aber wenn dann mal etwas passiert, sind die Folgen oft schwerwiegend. Deshalb idealerweise aktive Prophylaxe betreiben, anstatt erst etwas zu unternehmen, wenn es bereits passiert ist. Eine Faszienrolle ist nicht teuer und gehört in jeden Sportlerhaushalt. Glaub mir, einmal benutzt, möchtest du sie nie wieder hergeben – es ist unfassbar, dass man sich die Schmerzen und Beschwerden einfach wegrollen kann, aber: man kann. Regelmäßiges dehnen ist ebenfalls höchst effektiv und ratsam; auch, wenn das von der „oldschool“ Generation gerne mal belächelt wird. Wenn es dann doch einmal (trotz aktiver Vorsorge) zur Verletzung gekommen ist, hilft nur der Gang zum Arzt und Zurückhaltung. Wenn sich dein unterer Rücken ungewohnt anfühlt beim Training, lass das Kreuzheben lieber erst mal sein!

 

Von: Tim Gelhausen


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