Welche Diät passt zu dir?

Möchtest du Neujahr auch eine Diät beginnen, weißt aber nicht, welche?
19.12.2016



Es gibt eine unüberschaubare Vielzahl von Diäten, die alle besonders gern Neujahr zum Einsatz kommen. Es ist wichtig, genau jene Diät zu finden, die am besten zu einem passt. Andernfalls verwandelt sich der Abnehmprozess in eine regelrechte Tortur. Im Folgenden reiße ich 3 bekannte Ansätze an und präsentiere Vor- und Nachteile, sodass du selber herausfinden kannst, welche zu dir passt.

1. Ketogen
Bei einer ketogenen Ernährungsweise verzichtet man komplett auf Kohlenhydrate. Kein Reis, keine Nudeln, kein Brot – lediglich grünes Gemüse in Maßen ist erlaubt, um Vitamine und Ballaststoffe zu tanken. Das Ziel ist es, dem Körper eine alternative priorisierte Energiequelle zur Verfügung zu stellen. Werden keine Kohlenhydrate vertilgt, muss der Körper zwangsweise auf einen anderen Brennstoff umsteigen: sogenannte Ketonkörper. Diese werden aus Fett gewonnen, was das Ganze so attraktiv macht. Die Energie, die der Körper für alle Tätigkeiten am Tag benötigt, wird direkt aus den Problemzonen herangezogen! Ein typischer Ernährungsplan sähe also 60-65% Fett, 30-35% Protein und 0-5% Kohlenhydrate vor. Deckt euch also mit Eiern, Feta und Bacon zu!

Nachteile: eine ketogene Diät durchzuhalten ist wirklich hart, da man wirklich auf unter 30-50g Kohlenhydrate pro Tag kommen muss. Darüber hinaus muss sich der Körper anfangs an die Ketonkörper gewöhnen; das geht mit Schwindelgefühlen, Lustlosigkeit und Müdigkeit einher.

Vorteile: Sobald diese Gewöhnungsphase abgeschlossen ist, fühlt man sich oft wacher und agiler tagsüber. Der hohe Fett- und Proteinkonsum sättigt weiterhin sehr stark, sodass man wenig hungert.

2. Low Carb
Der absolute Klassiker unter den Diäten. Hält sich schon seit Ewigkeiten im Geschäft und wird auch wohl niemals aussterben. Low Carb und ketogene Diäten gehen zwar in die gleiche Richtung, unterscheiden sich aber trotzdem stark. Wenig Kohlenhydrate bedeutet nicht keine Kohlenhydrate! Das heißt, Reis, Nudeln und Co. sind in eingeschränkten Mengen noch erlaubt. Ziel ist es, ein einfaches Kaloriendefizit zu erreichen, indem man systematisch und progressiv die Kohlenhydrate streicht.

Vorteile: schneller Erfolg, da zu Beginn viel Wassergewicht verloren geht, was äußerst motivierend ist. Da Brot und sonstige Carbs nur noch in Maßen genossen werden, fallen auch Saucen und Beläge weg – große Kalorienquellen! Dank des simplen Prinzips ist Low Carb auch einfach umzusetzen.

Nachteile: Viele Menschen glauben, sie benötigen Kohlenhydrate, um über den Tag zu kommen. Zweifelsfrei fühlt man sich mit weniger Kalorien etwas schlapper, aber meistens ist das eine Frage der mentalen Einstellung. Ein weiterer Nachteil kommt gegen Ende einer Diät zum Vorschein, wenn die Kohlenhydrate sehr gering sind: ab hier muss man mit Stimmungsschwankungen, Konzentrationsschwächen und leichter Reizbarkeit rechnen.

3. Carb Backloading
Das Carb-Backloading ist mittlerweile wissenschaftlich umstritten, hat aber als es populär wurde einen riesigen Hype verursacht. Plötzlich hatte scheinbar jeder das Prinzip zumindest einmal getestet. Obgleich der wissenschaftlichen Lage, haben YouTuber fast durch die Bank weg positiv davon berichtet und als ideale Diätform betrachtet. Zugegebenermaßen hat es mir auch sehr gut gefallen, als ich es einmal getestet hatte. Beim Carb Backloading isst man bis zum Training keinerlei Kohlenhydrate (grünes Gemüse zählt nicht), um sich danach vollzuschaufeln. Ca. 40-50% der Gesamtkalorien dürfen auf das Post-Workout Essen ca. 1h nach dem Training entfallen. Unmittelbar nach dem Training steht ein Proteinshake mit kurzkettigen Kohlenhydraten auf dem Plan. Im Übrigen spricht sich der Erfinder generell für kurzkettige Kohlenhydrate aus, auch in der größeren Post-Workout Mahlzeit. Das wird damit begründet, dass die Muskeln nach dem Training besonders sensitiv auf Insulin reagieren und fast alles Glykogen aufsaugen; wie ein trockener Schwamm in einer vollen Badewanne.

Vorteile: Ein Festmahl nach dem Training, auf das man sich täglich freut. Theoretisch ist auch Junk-Food erlaubt, da es Zucker enthält (nach dem Training). Meinungen dritter zufolge ist dieses Konzept erfolgsversprechend. Last, but not least: man verbietet sich generell nichts.

Nachteile: Bis zum Training wenig Kalorien. Generell wenig Ballaststoffe und Vitamine, daher entsprechend supplementieren.

Abschließende Worte
Für eine Diät benötigt man eigentlich nichts weiter, als ein Kaloriendefizit, aber wie du das erzeugst, muss sorgfältig überdacht werden. Schließlich wirst du gute 8-12 Wochen damit zurechtkommen müssen, also wäge ab, was du am ehesten durchhalten kannst. Ich empfehle dir noch folgende 2 Artikel, falls du Neujahr eine Diät starten möchtest: Stützpfeiler einer Diät und Training in der Diät – was und wie

Geschrieben von:

Tim Gelhausen

Tim Gelhausen


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