Alles über Muskeln

Was sind diese Muskeln eigentlich im Detail? Und wie funktionieren Muskeln überhaupt?
31.01.2017



Wir alle wollen sie
aber die wenigsten wissen, was das eigentlich ist, was sie wollen. Es gibt ganze 3 verschiedene Arten von Muskeln. Da wären die glatten Muskeln, die quergestreiften Skelettmusklen und die quergestreiften Herzmuskeln. Nur die Skelettmuskeln können wir willkürlich steuern. Während des Trainings haben wir also die quergestreifte Skelettmuskulatur im Visier. Mit dieser Muskulatur wird sich auch dieser Artikel beschäftigen.

Sidenote!
Warum eigentlich quergestreift?! Wenn man ein Skelett oder Herzmuskel unter dem Lichtmikroskop betrachtet, dann kann man Querstreifen erkennen. Bei glatter Muskulatur ist das nicht der Fall und so ergibt sich der Name.

Ein Muskel besteht aus vielen Muskelfasern. Die einzelne Muskelfaser ist mehrzellig, was durch die vielen Myoblasten (spindelförmige Vorläuferzelle) kommt, die sich mehrfach teilen und so eine Muskelfaser letztlich ausmachen. Besonders ist auch, dass die vielen Zellkerne einer meist an der Außenseite der Muskelzelle sitzen!
Eine Muskelfaserzelle ist spindelförmig und bis zu 15 cm lang.

Mit die wichtigste Struktur im Muskel ist die sogenannte Myofibrille. Myofibrillen sorgen dafür, dass ein Muskel sich zusammenziehen kann. Dieser Vorgang wird auch Kontraktion genannt oder in manchen Videos von Dorian Yates „Squeeeeeze“ - kleiner Scherz am Rande.

Eine Myofibrille ist aus hintereinandergeschalteten Sarkomeren zusammengesetzt. Myofibrillen sind die kleinsten kontraktilen Einheiten in einem Muskel. Zwei Proteine, Aktin und Myosin, in sehr regelmäßiger Anordnung sind der Bestandteil von Myofibrillen bzw. Sarkomeren. Diese Anordnung macht das benannte quergestreifte Bild unterm Mikroskop aus.
Damit die ganzen Strukturen auch schön zusammengehalten werden ,gibt es das Sarkolemm. Es ist nichts anderes als eine Plasmamembran und sie umgibt die Muskelfasern von außen. Zwischen den Muskelfibrillen liegen die Mitochondrien. Diese kann man sich als Kraftwerk vorstellen, denn diese liefern die Energie für die Muskelfasern.

Gesamt besteht so ein Muskel zu etwa 75% aus Wasser, zu 20% aus Proteinen und zu 5% aus Ionen, Fetten, Glykogen (Energielieferant) und stickstoffhaltigen Substanzen.

Die Kontraktion wird im Detail durch die beiden Proteine Aktin und Myosin verursacht. Diese beiden ermöglichen sämtliche Arbeit des Muskels: konzentrische Kontraktion (Verkürzen), isometrische Kontraktion (gegen Widerstand halten) und exzentrische Kontraktion (Verlängern entgegensetzen).
Ist der Muskel in Ruhe, dann muss noch ein weiteres Protein genannt werden. Es handelt sich um Tropomyosin. Dieses bedeckt die Stellen des Aktins, wo sich das Myosin anhaken will, sodass der Muskel sich Kontrahieren kann. Quasi ist Tropomyosin eine Blockade für die Kontraktion. Erst mit einem „Aktionspotenzial“, quasi das „GO“-Signal durch unser Gehirn, wird Kalzium freigesetzt, was wiederum das Tropomyosin beseitigt. Somit wird die Kontraktionshemmung aufgehoben und der Muskel kann Kontrahieren.
Ein einzelnes „GO“ reicht einem Muskel nur für ein kleines Zucken. Unser Gehirn muss viele Signale schicken, um die Hemmschwelle des Muskels zu überwinden und damit die ganze Kontraktion zu erlangen. Im Training Arbeitet dein Gehirn also auch kräftig mit!

Um noch etwas für dein Training mit einzubringen gehen wir auf die Wiederholungszahlen und deren Wirkung auf den Muskel ein. Wir unterscheiden typisch zwischen 3 verschiedenen Reizen, welche durch Wiederholungszahlen im Muskel gesetzt werden.
Es gibt den Kraftreiz, welcher bei 1-6 Wiederholungen liegt. Dieser Spricht die Fasern im Muskel an, welche letztlich viel mit der Schnellkraft zu tun haben. Bei 8-12 Wiederholungen spricht man von Hypertrophie=Wachstums -Reizen. Hier kommt also ein großer Effekt auf den physischen Größenwachstum. Zu guter Letzt mit 15 Wiederholungen aufwärts gibt es Reize der Muskelausdauer. Die ausdauernde Fähigkeit des Muskels wird in diesem Bereich also verbessert.
Wie man sieht, gibt es immer wieder Zwischenräume bei den verschiedenen Wiederholungszahlen. Das liegt daran, dass man es nicht ganz genau Pauschalisieren kann, wie ein Muskel auf zB 7 Wiederholungen anspringt.. Somit sind alle Angaben ca.
Auch zu beachten ist, dass ein Muskel sich am besten entwickelt, wenn er mit allen Reiztypen konfrontiert wird. Je nach Ziel baut man einen Schwerpunkt in das Training ein (zB. einen Großteil Hypertrophie).

Geschrieben von:

Julian Kausch

Julian Kausch


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