Kleinvieh macht auch Mist!

Heute geht es mal an das Rechnen, meine lieben Mädels.
10.04.2017



Zückt den Taschenrechner!
„Aber warum das denn?“ werdet ihr nun fragen?
„Soll ich meine Makros zählen oder was ist los?“
Nein, eigentlich geht es nicht um die Markos. Es geht um die Kalorien. Ich bin absolut kein Verfechter des Kalorienzählens. Ich hasse es.

Aber wir sollten uns einer Sache bewusst sein:

Wir essen definitiv zu viel Zwischendurch
Wir schnabulieren hier und da, schlecken beim Backen noch die Teigschüssel aus und der Keks zum Kaffee findet ohne viel darüber nachzudenken den Weg in unseren Mund. Dann kommt beim Abendessen noch der Nachschlag und nach dem Mittagessen gibt es einen Latte Macchiato mit Karamellsirup. Das alles sammelt sich schön an der Hüfte, dem Bauch, den Winke-Armen und den Oberschenkeln an. Gnadenlos wächst es mit jeder überschüssiger Kalorie, die in deinen Mund wandert. Am Ende des Tages stellen wir fest, dass wir zugenommen haben und von unserer erhofften Bikinifigur elendiglich weit entfernt sind.

Du wirst nun sagen, dass dieser eine kleine Keks, der kleine extra Löffel Soße zum Braten oder der Latte Macchiato nach dem Essen nicht für alles an überschüssigen Pfunden verantwortlich ist, aber am Ende des Tages zählt die Bilanz unterm Strich. Es kommt vor, dass du keine Hauptmahlzeit gegessen hast, aber die Packung Cookies vom Schreibtisch ist urplötzlich leer?

Das ist es, was dich daran hindert, dass dein Training Erfolge hat. Du sabotierst dich mit diesem “einen” Cookie und dem “einen” Latte Macchiato selbst.

Ein Kilo Fett entspricht 7.000 bis 9.000 kcal
Wenn man von einem Kilogramm Körperfett spricht, dann nimmt man als Grundlage, dass 1 Gramm Fett ungefähr 9 kcal hat. Im Körperfett ist aber auch noch viel Wasser eingelagert. Daher werden oft auch nur 7.000 kcal genannt. Es ist aber auch egal, welchen Wert wir nehmen. Denn beides ist einfach sehr viel Energie. Und ich zeig dir jetzt, wie der tägliche kleine Belohnungshappen sich am Ende des Jahres auf der Waage niederschlägt.

Jeden Tag einen…
Wenn du jeden Tag einen Butterkeks (22 kcal) isst, dann sind das in der Woche 154 kcal. In einem Monat ergibt das 660 kcal und in einem Jahr 8.030 kcal. Das wären dann schon mal ca. 1 Kilogramm zusätzliches Körperfett pro Jahr.

Machen wir mal mit dem Latte Macchiato weiter. Wir nehmen bei Starbucks einen Latte in tall. Das entspricht 170 kcal. Den einmal täglich genossen entspricht am Ende der Woche: 1.190 kcal. Am Ende des Monats kommen wir auf 5.100 kcal und noch einmal 11 Monate später sind es dann (ACHTUNG: Bitte festhalten!) geschlagene 62.050 kcal. Das entspricht 6,89 Kilogramm Gewichtszunahme.

1 halbe Rippe Rittersport Alpenmilch (12,5 Gramm) sind 69 kcal gleichzusetzen. Pro Woche kommen wir auf 479,5 kcal und bis zum Jahresende auf 25.185 kcal und entsprechend 2,8 Kilogramm Körpergewicht zusätzlich.

2 Teelöffel Zucker (40 Kalorien) und 100 ml Vollmilch (64 kcal) jeden Morgen in den Kaffee machen dich bis Sylvester 4,2 Kilo schwerer.

90 ml Fertigsalatdressing Honig & Senf schlägt mit 171 kcal zu Buche und nach 365 Tagen hast du 62.415 kcal zu dir genommen.

Die 20 g Butter aufs Frühstücksbrötchen rechnet man mit 143 kcal und 4.290 kcal pro Monat. Das sind 5,81 Kilo Hüftspeck pro Jahr.

Und was soll das jetzt?
Ich will dir nicht die Lust am Essen verderben. Aber die Meinung, dass das „Bisschen“ ja nichts ausmacht, ist falsch. Es schlägt auf die Waage, denn du isst es in der Regel zusätzlich zu deinen normalen Mahlzeiten. Meistens sind diese kleinen Belohnungen zwischendurch eher reines Stressfutter oder – das ist mir immer wieder aufgefallen – eher der Gruppentrieb. Auf einer Party essen alle Kuchen, dann isst du eben auch einen. Obwohl du vielleicht gar keinen Hunger hast oder der Kuchen sogar überhaupt nicht dein Geschmack ist.

Ich möchte, dass du dir wieder bewusst wirst, dass jeder Bissen zählt und er dich weiter von deinem Ziel abbringen kann als du es eigentlich im ersten Moment erkennen magst.

Die Erkenntnis ist der erste Schritt, um dir darüber klar zu werden, dass etwas geändert werden muss. Welche Konsequenz du im Endeffekt daraus ziehst ist ganz allein in deiner Verantwortung.

Meine Lösungsvorschläge

Wenn du etwas daran ändern möchtest, dann empfehle ich Folgendes:

  • Streiche dir derartige Snacks ersatzlos
  • Verringere die Größe der Portion. Teile den Schoko-Muffin mit deiner Freundin anstatt ihn alleine zu essen.
  • Finde eine andere Alternative. Statt des Latte Macchiatos wird es ein großer Becher Tee. Das Teein puscht dich nicht so sehr wie Koffein und der Tee ist auch kalorienarm.
  • Gönne dir bewusst Snacks. Wenn du Lust auf etwas Süßes hast, dann probiere mal einen Protein-Shake Iso Whey Zero (der hat wenig Kalorien und macht satt) oder einen Zero Bar mit viel Proteinen. Beide sind zwar süß, lassen aber deinen Blutzuckerspiegel nicht so sehr ansteigen wie ein Keks oder die Milch im Kaffee.

Grundsätzliche Verbote
Das ersatzlose Streichen und das damit einhergehende Verbot ist nicht immer die beste Lösung. Lieber gönnst du dir kleinere Stücke. Allerdings mache ich es oft auch so, dass ich mir die Sache für ein oder zwei Wochen komplett aus dem Plan streiche. Diese Zeit kann ich mental sehr gut überbrücken, ohne dass ich das Gefühl habe, dass es verboten ist. Es ist dann vielmehr ein freiwilliger Verzicht als ein auferlegtes Verbot und das macht die Sache schon wesentlich angenehmer. Aber hier kennt sich wohl jeder selbst am besten.

Erzählt mir doch auf Facebook, wie ihr das handhabt?

Esst ihr viel zwischendurch?

Ich bin gespannt auf Eure Tipps!

Geschrieben von:

Kathrin Pfefferkorn

Kathrin Pfefferkorn

IFBB Bikini Athlete

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