Meine neuen Erkenntnisse zu Cellulite

Es mag jeder seine eigene Meinung haben, was die Ursache und Behandlungsmöglichkeiten bei Cellulite betrifft. Studien kann man Glauben schenken; muss man aber nicht.
13.06.2017



Letztendlich bin ich der Meinung, dass Studien wenig Aussagekraft haben, weil zu viele Interessen dahinter stehen, die eher wirtschaftlich motiviert sind.
Es ist nun einmal so, dass sich das Produkt wie Cellulite-Cremes oder auch Nahrungsergänzungs­mittel sehr stark von ihren Versprechen abhängig sind. Umso mehr Erfolg ein Produkt verspricht, desto besser verkauft es sich. Marketing und Medien beeinflussen uns dazu.

Da ist es kein Wunder, dass man auf der Suche nach einer Lösung für das Problem Cellulite auf verschiedene Produkte zurückgreift, die einem versprechen, das Problem zu lösen und die unschönen Dellen am Oberschenkel und Po auf einfachste Art und Weise reduzieren. Wir sehen Cellulite als rein kosmetisches Problem.

Man darf nicht unerwähnt lassen, dass diese Cremes durchaus ihre Berechtigung haben. Durchaus haben viele einen positiven Effekt auf Orangenhaut. Aber sie behandeln doch eher das Endresultat des Problems und nicht den Ursprung, oder?
Ich lese immer wieder, dass Cellulite genetisch bedingt sein soll. Angeblich. Das mag für einen Teil zutreffen. Denn sowohl schlanke als auch eher fülligere Frauen haben Cellulite. Wobei grundsätzlich auch eine Relation zum Körpergewicht nachweisbar ist. Dickere Frauen haben öfter und schlimmere Cellulitis als schlanke Frauen. Doch schlank sein ist auch kein Garant für dellenfreie Haut.

Frauen mit geringerem Körperfettanteil haben eher weniger Cellulitis als Frauen mit höherem Körperfettanteil.

Nun aber zum eigentlichen Gedanken, den ich mal hier platzieren möchte und der wahrscheinlich von vielen kritisch gesehen wird: Ich persönlich bin wirklich der Meinung, dass Cellulitis sehr stark vom Säure-Basen-Haushalt gesteuert wird.

Was das ist lässt sich stark vereinfacht relativ schnell umreißen:
Der Körper hat ein gewisses Gleichgewicht von Säuren und Basen. Basen sind gut für den Körper und ein Übermaß an Säuren schadet dem Körper. Gemessen wird das Ganze in pH. Das Blut an sich muss immer im leicht basischen Bereich liegen zwischen 7,35 und 7,45 pH. Andere Bereiche, wie der Magen, sind generell sauer und die Galle zum Beispiel ist stark basisch. Der Körper versucht nun, diese Bereiche immer auf dem vorgegebenen Level zu halten. Dabei kommen verschieden Umwelteinflüsse ins Spiel, die das System beeinträchtigen. Beispielsweise sind bestimmte Lebensmittel wie Kartoffeln und das meiste Gemüse stark basenüberschüssig und Kaffee, Alkohol, Stress oder aber auch anaerober Sport stark säurebildend. Der Körper muss nun versuchen die Säuren im System zu reduzieren, um sein Gleichgewicht zu halten. Daher bemüht er sich die Säuren auszuscheiden. Dabei kann es passieren, dass er an seine Grenze gelangt und die Menge an Säuren nicht mehr ausscheiden kann, weil es einfach viel zu viel ist. Daher versucht er diese Säuren in andere Körperbereiche zu "parken". Sein Lieblingsparkplatz ist das Bindegewebe. Die Säuren werden dorthin transportiert und werden dort vorzugsweise mit Wasser und Fett gebunden. Und damit haben wir den Salat schon: Das ist Cellulitis. Zumindest wie es die Heilpraktiker sehen. Die Schulmedizin sieht das eher anders.


Ich persönlich finde diese Ansicht aber sehr logisch und auch nachvollziehbar. Das Schönste daran ist, dass es sehr klare Lösungsmöglichkeiten gegen Cellulite gibt, die sich daraus ergeben.

Denn im Grunde muss man nur versuchen, die Säurelast zu reduzieren und verstärk basenüberschüssige Lebensmittel zu konsumieren.

Hier sind daher meine Empfehlungen auf Grundlage der Theorie des Säure-Basen-Haushaltes:

1. Reduziere Säuren
Meide Zucker, Alkohol, Kaffee und Süßstoffe sowie ein Übermaß an tierischen Produkten.

2. Ernähre dich stark basenüberschüssig
Gemüse, Obst, Kartoffeln sind stark basenüberschüssige Lebensmittel. Plane Sie großzügig in deinen Ernährungsplan ein.

3. Binde Säuren im Körper mit Mineralien
Magnesium, Calcium, Kalium und Zink binden die Säuren im Körper zu Neutralsalzen und ermöglichen so einen einfachen Abtransport aus dem Körper.

Sehr empfehlenswert ist hierfür von Biotech

4. Trinke mindestens 2 Liter Wasser
und je Stunde Sport einen Liter zusätzlich, um die Säure auszuscheiden.

Pflegetipps gegen Cellulitis:

1. Basische Bäder helfen die Säuren aus dem Gewebe zu "ziehen".
Ein bis zwei basische Bäder die Woche helfen dir, die Säuren aus dem Bindegewebe durch die Haut  frei zusetzen. Basisches Badepulver bekommst du in jedem Drogeriemarkt oder in der Apotheke. Das Tolle ist: Du musst dich danach nicht einmal eincremen, denn die Hautfettung wird durch den basischen pH-Wert des Bades angeregt.

2. Bürste oder massiere das Bindegewebe einmal täglich.
Hier kann man entweder einen Handschuh oder eine Bürste nehmen. Was ich aber sehr angenehm finde, sind Bandmassage oder Massagen mit der Vibrationsplatte. Alle diese Möglichkeiten regen den Lymphfluss an und unterstützen so den Abtransport der eingelagerten Säuren. Das gilt auch für die Milchsäure (Laktat), die beim Training anfällt. Durch Bürstungen oder Massagen direkt nach dem Training kann man auch den Muskelkater reduzieren.

3. Es schadet auf keinen Fall, die Haut mit Cellulite Cremes zusätzlich einzucremen bzw. die Creme einzumassieren.
Die Cremes haben oft Inhaltsstoffe, die die Durchblutung anregen. Wenn du die chemischen Inhaltsstoffe meiden möchtest, kannst du auch Kokosöl mit Grapefruit- und Zitronenextrakten mischen und dir deine eigene natürliche Creme herstellen.

Die Basis eines schönen Körpers ist immer eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Sie ist der Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden. Wenn du auf viel Obst und Gemüse achtest, ausreichend frisches kohlesäurefreies (auch Kohlensäure ist eine Säure) Wasser trinkst und dich regelmäßig bewegst, dann wirst du gesünder sein. Haut, Haare und Nägel benötigen die Mineralien und Vitamine aus der Nahrung. Umso natürlicher und unbearbeiteter die Lebensmittel sind, die du zu dir nimmst, desto mehr Materialien hat dein Körper um sich zu regenerieren.

Sicherlich weißt du, dass Zucker, Alkohol und Kaffee nicht gut sind. Aber anstatt sie dir einfach nur zu verbieten ohne zu verstehen, warum sie ungesund sind, solltest du dir eher bewusst machen, dass du deinen Körper pflegen solltest. So kann er dir auch in den kommenden Lebensjahrzehnten gute Dienste leisten.

Dein Körper ist kein Müllschlucker, sondern er hat gesunde und vitalstoffreiche Lebensmittel verdient!

Die 7 Tipps sind kein Garant für einen Soforteffekt. Denn die Cellulitis hat sich auch nicht von einem auf den anderen Tag entwickelt. Jedoch werden dir ständige Pflege und Geduld zeigen, dass du Dellen nicht hinnehmen musst, sondern dass du es aktive beeinflussen kannst.

Geschrieben von:

Kathrin Pfefferkorn

Kathrin Pfefferkorn

IFBB Bikini Athlete

Was würdest du an diesem Artikel verbessern?




Der Inhalt sollte ...





Abbrechen

Hat dir dieser Artikel gefallen?