Häufig gestellte Fragen zur Fettverbrennung

Wir haben Antworten
21.07.2017



Wenn du es schließlich hinbekommen hast, dich in Bewegung zu setzen (eventuell erneut damit begonnen hast, Sport zu machen), dann kann es echt nervig sein, wenn viele Wochen und Monate verstreichen, ohne dass du die erwarteten Ergebnisse siehst. Ich fürchte, ich muss dir eine schlechte Nachricht überbringen: Irgendetwas machst du falsch! Lass dich davon aber nicht entmutigen! Du musst deinen Plan nicht gänzlich umwerfen, einige Änderungen reichen aus.

Ob du es magst oder nicht, es geht darum, die notwendige Balance zu finden. Nichts auf dieser Welt kann in einem Zustand des Ungleichgewichts für längere Zeit bestehen (das betrifft alle Lebensbereiche inklusive Sport). Manchmal ist weniger mehr und zu wenig führt zu gar nichts. Somit ist es schwierig, die richtige Balance zu finden, wenn du dich stets auf diesem Level von „nur genug“ bewegst. Doch wir müssen nicht immer alles selbst herausbekommen, sondern können auch von den Fehlern anderer lernen!

4 Vorurteile, die du als Anfänger glaubst:

„Ich möchte nicht mit schweren Gewichten trainieren, sondern mit den kleineren, weil ich Körperfett verlieren will.“
Zunächst einmal: Was meinst du mit kleineren Gewichten? Such dir das größte Gewicht, mit dem du es schaffst, ein Set von 8 bis 12 Wiederholungen einer Übung auszuführen. Das ist deine maximale Belastbarkeit – und für deine Fettverbrennung müssen es 80–100 % sein. Warum? Möglicherweise weil es dir auch nicht gefallen würde, deinen Bizeps 3 Stunden lang zu trainieren, um deinen Kreislauf endlich in Schwung zu bringen. Das Leben besteht schließlich nicht nur aus Training. Hinzu kommt, wenn du über so einen langen Zeitraum trainierst, erhöht sich die Zeitdauer enorm, die du zur Regeneration benötigst. Unser Ziel ist ein regelmäßiges Training (täglich oder alle zwei Tage). Mit moderat größeren Gewichten und einer mittleren Anzahl von Wiederholungen kannst du den Körperfettanteil deiner Muskeln (du erhältst proportioniertere Muskeln mit besserem Tonus) verbessern und regst die Fettverbrennung an. Du solltest dein Workout aber nicht beenden, sobald du mit dem Gewichtheben durch bist.

„Ich trainiere zweimal täglich. Morgens laufe ich, nachmittags mache ich zuhause / im Fitnessstudio ein paar Kniebeugen und Sit-ups, aber man sieht kaum etwas.”
Was zuvor bereits angedeutet wurde, wird auch hier deutlich: Du entwickelst Muskeln und verlierst an Gewicht nicht während des Trainings, sondern in den Ruhephasen dazwischen. Einfach ausgedrückt: Du nimmst die richtigen Nährstoffe zu dir, die deine Muskeln beim Workout benötigen, bei dem durch die Belastung Mikrorisse entstehen, die dein Körper während der Ruhephase durch Stärkung regeneriert. Wenn du einen Schritt überspringst, funktioniert der Ablauf nicht mehr. Ein tägliches zweimaliges Training ist nur etwas für professionelle Bodybuilder und Sportler, die einen Trainer an ihrer Seite haben. Als Normalo kann es sehr schwierig sein, die rechte Balance zu finden, was darin enden kann, dass du deinen Körper überlastest. Kannst du es glauben, dass du durch Schlaf, Erholung und Wellness-Aktivitäten bessere Ergebnisse erzielst als durch ein zweites Workout?

„Wenn ich manchmal eine Mahlzeit auslasse oder nach dem Workout meinen Proteinshake nicht trinke, war mein Training dann völlig nutzlos?“
Wir haben bereits einige Beiträge über die tatsächlichen und die unrealistischen Auswirkungen von Nahrungsergänzungsmitteln veröffentlicht. Es geht nicht darum, die Katze im Sack zu kaufen. Es gibt keine Wunderelixiere. Du kannst deine gesetzten Ziele auch ohne sie erreichen! Natürlich sind es dennoch wichtige Hilfsmittel, die dich aufladen und dir einen Schub geben, deinen Gewichtsverlust erhöhen und eine tolle Alternative sind, wenn du beispielsweise keine Zeit hast, um etwas zu essen. Aber du solltest dir eines merken: Dein Training ist NIEMALS umsonst, jede Gelegenheit zählt! Natürlich kannst du ein paar Proteine und auch Kohlenhydrate nach dem Training zu dir nehmen (das Beste wäre eine komplette Mahlzeit), aber deine Muskeln schrumpfen nicht gleich deshalb, weil du hin und wieder mal eine Mahlzeit auslässt! (Diese Annahme ist genauso irrig wie „große Gewichte machen aus mir einen Hulk“. Vertrau mir, Abbaustoffwechsel und das Wachstum von Muskelmasse geschehen nicht in Sekundenschnelle, sondern benötigen Wochen und Monate, manchmal sogar Jahre harter Arbeit / Faulheit / schlechter Essensgewohnheiten!)

„Ich bin schlank, ich spiele regelmäßig Fußball / Volleyball / Handball in einem Team / fahre Rad/laufe, aber dennoch sehen meine Muskeln nicht danach aus. Ich möchte Fett verbrennen, um eine magere Muskelmasse zu erhalten!”
Zunächst einmal gratuliere ich dir! Du machst wahrscheinlich seit deiner Kindheit Sport. Es ist sehr wichtig, von früher Kindheit an eine Liebe fürs Trainieren und für sportliche Fähigkeiten zu entwickeln. Du hast keine „Fehler“ gemacht. Es wäre ziemlich kontrovers, wenn dein Training die Fettverbrennung verhindert! Die einzige Sache aber ist, dass dein Körper ein faszinierendes „Ding“ ist und er sich sehr schnell an monotone und regelmäßige Belastungen gewöhnt. Bist du im Volleyballteam, trainierst du seit Jahren für deine Wettkämpfe. Was für andere Körper eine riesige Herausforderung wäre, stellt für deinen Körper nichts Besonderes dar. Setzt du deinen Körper aber einer neuen Art von „Stress“ aus, wirst du umgehend eine Veränderung bemerken! So könnte Gewichtheben die oben genannten Sportarten großartig ergänzen. Und umgekehrt, wenn du nur mit Stangen und Gewichten arbeitest, warum gehst du nicht zweimal wöchentlich schwimmen? Das kann auch deine Kondition verbessern! Auf gehts!

Und schäm dich nicht! Wenn deine Entwicklung gerade festgefahren wirkt, erzähl deine Geschichte einem Fitness-Blogger oder deinem Personal Trainer oder auch uns. Unsere Experten sind glücklich, wenn sie dir deine Fragen beantworten können.

Panna Plézer
Trainerin


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