Muskelzuckungen: Ursachen und Behandlung

Muskelzuckungen an Körper und Gliedmaßen? Hier erfährst du was Ursachen sein können und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.


23.04.2021

Muskelzuckungen: Ursachen und Behandlung

Dein Auge zuckt plötzlich oder deine Gliedmaßen machen auf einmal was sie wollen ohne jegliche Kontrolle. Muskelzuckungen kennt jeder und kommen immer mal wieder vor. Die bekannteste Art von Muskelzucken kennen wir aus der Phase bevor wir einschlafen.

Sie sind zwar schmerzfrei, aber angenehm sind sie auch nicht. Meistens sind sie harmlos und gehen von selbst wieder weg. Nur wenn sie dauerhaft bestehen und andere Begleitsymptome dazu kommen, sollte danach geschaut werden.

Typisch ist zum Beispiel ein blitzartiges, unwillkürliches Zusammenziehen der oberen oder unteren Arm- bzw. Beinmuskulatur oder ein nervöses Augenzucken.

Doch wieso passiert das und was steckt dahinter? Ab wann ist es gefährlich und wie wirst du dein Muskelzucken wieder los oder beugst dem vor? Das erklären wir dir in diesem Artikel.

Was sind Muskelzuckungen überhaupt und wie entstehen sie?

Das Muskelzucken wird im Fachjargon auch Faszikulation genannt und entsteht durch das Zusammenziehen einzelner kleiner Muskelbündel, die meist blitzartig und arrhythmisch erfolgen. Die Ursache bestimmt, ob die Muskelzuckungen in "benigne" oder "pathologische" Faszikulation eingeteilt werden. Benigne Muskelzuckungen kommen jedoch weit häufiger vor als pathologische und sind auch meist harmlos.

Bei der benignen Faszikulation können Gründe und Auslöser für das Zucken der Muskeln Stress, aber auch körperliche oder generell nervliche Belastung sein. Nährstoffmangel und manche Medikamente können zusätzlich ein Auslöser für das Muskelzucken sein. Diese Art von Zuckungen treten besonders in den Waden, am Augenlid oder am Oberarm auf.

Gründe und Auslöser für das Zucken der Muskeln Stress, aber auch körperliche oder generell nervliche Belastung sein.

Pathologische Faszikulationen sind da ein wenig schwerwiegender und sollten behandelt werden. Hier handelt es sich um eine Schädigung der Nervenzellen, die das Muskelzucken am ganzen Körper auslösen. Das Muskelzucken stellt hier eine Erkrankung des Nervensystems dar und kommt typischerweise bei Lateralsklerose vor. Diese Erkrankungen liegen bei Muskelzuckungen aber nur in sehr seltenen Fällen vor.

Halten deine Muskelzuckungen länger als 2 Wochen an oder ist dein Zucken zusätzlich noch mit anderen Symptomen begleitet, solltest du dich von deinem Hausarzt durchchecken lassen.

Ursachen von Muskelzucken & Behandlungstipps

Muskelzuckungen können viele Ursachen haben. Wir haben dir im Folgenden die wichtigsten Ursachen zusammengefasst. Dies gibt dir einen Überblick, was mögliche Auslöser sein könnten.

Hier kannst du prüfen, ob ein oder mehrere Punkte auf dich zutreffen, um dementsprechend entgegenzuwirken und dein Muskelzucken loszuwerden.

Die häufigste Ursache für das Muskelzucken sind Stress und psychische Belastungen.

1. Stress und psychische Belastungen

Die häufigste Ursache für das Muskelzucken sind Stress und psychische Belastungen. Sei es im Job, im Alltag, in der Schule oder in der Uni. Stress ist für jeden individuell und die Stresstoleranz bei jedem unterschiedlich. Liebeskummer oder andere psychische Belastungen spielen hier auch mit rein und stellen eine Belastung für das Wohlbefinden, das Nervensystem und das Gehirn dar. Der Körper reagiert auf den Stress mit Muskelzucken und sollte für dich eine erste Warnung sein, dein Stresslevel ein wenig herunterzufahren.

  • Tipp: Sorge für ausreichend Entspannung in deinem Alltag und nimm dir Zeit für dich selbst. Identifiziere deine Stressquellen und gehe achtsamer mit ihnen um oder versuche sie zu eliminieren. Sport und Bewegung sind wirksam für den Stressabbau. Zwischendurch können kleine Achtsamkeitsübungen und Meditation schon Wunder wirken.

2. Ein Elektrolytmangel

Das Gehirn und unser Nervensystem sind auf eine ausreichende Versorgung von Mineralien angewiesen. Bei einem Mangel kann es zu Störungen in der Muskelaktivität führen. Die Aufgabe der Elektrolyte besteht darin, die Nervensignale an die Muskeln weiterzugeben. Bei einseitiger Ernährung wird der Körper nicht mit ausreichend Mineralien versorgt und es kommt zu Muskelzuckungen.

  • Tipp: Achte auf deine Ernährung. Ernähre dich ausgewogen und achte auf eine ausreichende Zufuhr von Obst und Gemüse. So bekommst du alle Vitamine, die du brauchst. Zusätzlich kannst du auch mit One a Day Multivitamin Tabletten für eine Zufuhr von Elektrolyten nachhelfen. Abends vor dem Schlafen gehen eignet sich auch die Einnahme von Magnesium.

3. Flüssigkeitsmangel verhindert die Nährstoffversorgung der Muskeln

Flüssigkeitsmangel führt ebenfalls zu Muskelzuckungen. Durch die fehlende Flüssigkeit wird der Körper dehydriert und das Blut verdickt. Das hat zur Folge, dass die Nährstoffe nicht ausreichend und optimal in die Muskelzellen gelangen.

  • Tipp: Trinke ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee, am besten 2-3 Liter pro Tag. Damit wird dein Körper mit Flüssigkeit versorgt und die Signalübertragung von Nervenzellen an die Muskeln funktioniert wieder besser.

Eine weitere Ursache für das Muskelzucken kann auch Bewegungsmangel sein.

4. Bewegungsmangel senkt deinen Blutdruck und führt zu Zuckungen

Eine weitere Ursache für das Muskelzucken kann auch Bewegungsmangel sein. Bei wenig Bewegung sinkt der Blutdruck und der Stoffwechsel funktioniert nicht mehr richtig, was zu einer fehlerhaften Muskelfunktion führen kann.

  • Tipp: Bewege dich ausreichend. Egal ob es Spaziergänge an der frischen Luft sind, dein Krafttraining oder Cardio-Einheiten. Bewegung bringt dein Herz-Kreislauf System und Stoffwechsel in Schwung, baut Stress ab und hilft gegen Muskelzuckungen.

5. Falsche Körperhaltungen kann Faszikulation auslösen

Bei einer unergonomischen Sitzhaltung und einer schlechten Körperhaltung kann es passieren, dass sich Nerven in der Wirbelsäule einklemmen und die Muskelzuckungen eine Ursache für eine fehlende Signalübertragung von den Nervenzellen an die Muskelzellen darstellen.

  • Tipp: achte in deinem Büro oder im Homeoffice auf eine richtige Ausstattung. Der Stuhl und der Tisch müssen sich deinem Körper anpassen, nicht andersherum. Achte zusätzlich auf eine aufrechte Körperhaltung nicht nur während dem Sitzen, sondern auch im Alltag, im Gehen und im Stehen.

Zu viel Koffein löst Muskelzucken aus

6. Zu viel Koffein löst Muskelzucken aus

Hand aufs Herz, wie viele Tassen Kaffee am Tag sind es bei dir? Oder greifst du doch lieber zu Energy Drinks? Beides ist keine gute Wahl, wenn bei dir Muskelzuckungen auftreten. Genauso wie Alkohol und Nikotin ist Koffein Gift für deinen Körper und kann Muskelzuckungen begünstigen.

  • Tipp: Reduziere deinen Kaffeekonsum auf höchstens 3 Tassen am Tag und trinke nach 17 Uhr keine koffeinhaltigen Getränke. Das wirkt sich nicht nur auf deine Schlafqualität aus, sondern auch dein Nervensystem wird beruhigt und ist nicht mehr überlastet. Greife lieber zu ungesüßtem Tee oder Wasser.

Fazit

Muskelzucken kann viele Ursachen haben und oftmals ist es eine Kombination aus mehreren Faktoren. Muskelzucken ist zwar nicht gefährlich, kann aber auf Dauer sehr nervig werden. Es ist ein Hinweis, dass dein Körper sich im Ungleichgewicht befindet.

Beobachte deinen Körper und deinen Lifestyle und mit unseren Tipps gehört das lästige Muskelzucken bestimmt schon bald der Vergangenheit an. Sollte dies nicht der Fall sein, ziehe am besten deinen Hausarzt zurate.



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